Seit 52 Jahren treffen sich im weltweit bekannten Marienwallfahrtsort Lourdes Soldaten aus etwa 30 Nationen. Es wird zusammen gebetet, marschiert, gefeiert und sich verbrüdert. Für vier Tage ist dann dieser Ort geprägt vom Militär, die das Straßenleben nonstop aufrechterhalten. Es ist eine sehr eigenwillige Stimmung: Menschen, die dafür ausgebildet sind im Ernstfall zu töten, knien betend vor der Madonna und werden (waffenlos) zu Pilgern, die sich nur durch ihre Uniform von den anderen abheben. Trotz Unmengen an Bier und französischen Rotwein ist die Stimmung nicht nur ausgelassen-fröhlich, sondern auch ungewöhnlich freundlich, andächtig und völlig aggressionsfrei. Ehemals gesunde Männer und Frauen, die aus einem Kriegseinsatz als Krüppel wiederkamen, hoffen im Wunderwasser der Quelle in Lourdes auf Heilung.  Die Fotos sind Teil eines Langzeitprojekts über Marienerscheinungssorte in Europa.

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